Pokalkrimi: BFC Dynamo verpasst nur knapp die Sensation
von news flash (ps)
Dienstag - 19 Aug 2025
10:00
views:1119
Der Einzug in die 2. Runde des DFB-Pokals war zum Greifen nah. Erst in der Verlängerung musste sich unser BFC Dynamo dem VfL Bochum mit 1:3 geschlagen geben, zuvor hatte unsere Mannschaft den Zweitligisten lange Zeit am Rande einer Niederlage. Die 4.705 Zuschauer im restlos ausverkauften Sportforum sahen ein leidenschaftlich kämpfendes Team, das mit hoher Laufbereitschaft und körperbetonter Zweikampfführung dem Zweitligisten das Leben schwer machte. Die Marschrichtung war klar umschrieben, wenig zulassen, die Räume eng machen und in der Offensive mit Tempo zu eigenen Torchancen kommen. Kaum fünf Minuten waren absolviert, da kamen die Gäste das erstemal gefährlich vors Tor des BFC. Innenverteidiger Moritz Polte (17) räumte Ibrahima Sissoko strafstoßwürdig ab, wobei der Bochumer unglücklich auf seine rechte Schulter fiel und mit einer Schultereckgelenkssprengung früh den Platz verlassen musste (5.). Erstmals richtig auszeichnen konnte sich Nicolas Ortegel nach rund dreizehn Minuten, als er einen Pannewig-Kopfball aus Nahdistanz aus dem bedrohten Eck kratzte. Kurz vor der Pause stand der BFC-Schlußmann erneut im Mittelpunkt des Geschehens, der starke Japaner Koji Miyoshi fing Ortegels Spieleröffnung ab und leitete so die nächste Bochumer Großchance ein. Philipp Hofmann suchte überhastet den Abschluß und setzte daher den Ball knapp links am Tor vorbei (40.). Torlos ging es in die Pause.
Nur 19 Sekunden nach Wiederanpfiff sorgte Jan Shcherbakovski für einen der lautesten Torjubel der Vereinsgeschichte. Beherzt zog er nach einem Zuspiel von Kapitän Rufat Dadashov das Tempo an, lief einige Schritte und überraschte Timo Horn mit seinem Abschluß. Unhaltbar schlug der Ball flach am rechten Pfosten platziert zur 1:0-Führung ein (46.). Mit der Einwechslung von Joey Breitfeld, der für den Torschützen in die Partie kam, hielt der BFC das Tempo hoch. Gleich mehrfach hätte der BFC in der Folgezeit die Partie entscheiden können, Dadashov setzte den Ball freistehend über das Gehäuse (68.). Es sollte bis zur 72. Spielminute dauern, erst da kam der Zweitligist wieder zu einer guten Möglichkeit. Ortegel ließ einen Hofmann Schuß prallen, Miyoshi spritzte dazwischen, wurde dabei aber von John Liebelt unsanft zu Boden gebracht. Erneut blieb die Pfeife von Schiedsrichter Felix Wagner stumm, auch hier hätte es Strafstoß für die Bochumer geben können, wenn nicht sogar geben müssen. Fast im Gegenzug hätte sich Joey Breitfeld unsterblich machen können, aber sein Abschluß nach präzisem Zuspiel von Rogero verfehlte haarscharf das Ziel (75.). Kurz darauf schlug Abwehrchef Tobias Gunte nach einem Karatas-Pass freistehend am Fünfmeterraum lauernd über den Ball (80.). Im Gegenzug lieferten sich Larry Oellers und der eingewechselte Samuel Bamba ein Laufduell. Beide zerrten, beide zogen, der Bochumer kam zu Fall und auch diesmal lag Schiedsrichter Wagner mit seiner Entscheidung falsch und zeigte Oellers die rote Karte (80.). Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit verpasste Ortegel eine Wätjen-Eingabe, Lenz schaltete am schnellsten und legte den Ball für Loosli ab, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste (85.). So ging die Partie in die Verlängerung.
Kurz nach Wiederanpfiff stand erneut Schiedsrichter Wagner im Mittelpunkt des Spielgeschehens. Einen Zweikampf zwischen Gunte und Hofmann bewertete er als Foulspiel und entschied auf Strafstoß für den VfL. Bochums Kapitän Bero übernahm die Verantwortung, fand aber in Nicolas Ortegel seinen Meister, der reaktionsschnell den Strafstoß parierte (95.). Doch damit noch nicht genug, denn nach einer Tätlichkeit von Rufat Dadashov dezimierte sich unser BFC weiter (103.). In doppelter Überzahl drängte der Gast nun auf die Entscheidung. Am Ende nutzte Samuel Bamba eine sich ihm bietende Torchance und brachte den Zweitligisten erstmals in Führung (1:2, 107.). Der BFC kämpfte leidenschaftlich weiter, doch der Lucky Punch sollte ausbleiben. Den Schlußpunkt setzte schließlich Bochums Bero, der den Ball nach einem Querpass nur noch einschieben musste (1:3, 120.+1).
Ein großartiger und couragierter Auftritt unserer Mannschaft wurde nicht belohnt. Ein überragendes Publikum stand wie ein 12. Mann hinter unserem Team und sorgte mit seiner Unterstützung für zahlreiche Gänsehautmomente.